Technik

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Filteranlage

Die Filteranlage sorgt dafür, dass das Schwimmbadwasser bei laufender Filterpumpe aus dem Schwimmbecken über den Skimmer abgesaugt wird (bei Überlaufbecken wird das Wasser aus dem Ausgleichsbehälter angesaugt) und sauber gefiltertes Wasser wieder über die Einlaufdüsen ins Becken zufließt. Sichtbare Verunreinigungen wie Blätter, Blütenpollen, Trübstoffe, Schwebstoffe werden durch das Umwälzen und Filtern aus dem Wassers entfernt. Die Wahl der richtigen Filteranlage, des Filtermaterials und des Flockungmittels ist daher die Grundvoraussetzung für kristallklares Wasser.

Unsere Erfahrungswerte der letzten Jahrzehnte, das angedachte Benutzungsintervall des Betreibers, das Umfeld des Freibeckens (Verschmutzung, Wassertemperatur, etc.), die verwendeten Pflegemittel und letztlich auch die Investitionskosten stellen den Rahmen dar, wie wir die Anlage konfigurieren.

Die funktionierende Umwälzfiltration ist entscheidend, um die Wasserqualität aufrecht zu erhalten. Als Faustformel sollte das Volumen des Beckenwasser 2 bis 4 mal täglich umgewälzt werden.
2x ... wenig benutzt, geringe Wassertemp. < 26°C, Chlor
3x ... mehrmals wöchentlich, WT 26-28 °C, alle Methoden
4x ... täglich benutzt, hohe Wassertemp. >28°C, Sauerstoff

Bsp.:
Becken 8m x 4m x 1,5m
Volumen: 45m³
Belastungszahl: 3x
tägliches Umwälzvolumen: 45m³ x 3 = 135m³
die Filterpumpe wurde mit 12m³/h ausgelegt,
somit sollte die Filteranlage ca. 11h am Tag laufen

 

Filterpumpe
Die Filterpumpe bzw. Umwälzpumpe sollte bei vorhandener Mess-Regeltechnik in einem durchgehenden Zyklus laufen. Ohne vorhandener Mess-Regeltechnik wird die Laufzeit meist auf zwei Zeiten aufgeteilt (abhängig von Fakten wie: Benutzungszeiten, Sonneneinstrahlung, Sperrzeiten bei Beheizung über Pufferspeicher, Lärmbelastung der Filterpumpe, etc.)

Die Dimensionierung der Leistung der Filterpumpe ergibt sich aus der Faustformel, dass das Volumen x Belastungszahl in max. 12h umgewälzt werden kann. Somit bleibt bei Problemen immer noch die Möglichkeit, die Pumpe auf Dauerlauf (24h) zu stellen und somit die doppelte Umwälzleistung zu erzielen.

Um energiesparend und ideal filtern zu können ist eine Filterpumpe mit Regelung der Förderleistung zu empfehlen. Diese sollte drei verschiedene Stufen leisten können:
1. langsam und energiesparend für den 24h Dauerbetrieb mit 15m/h
2. mittel und effizent für den Durchströmungsbetrieb mit 30m/h
3. schnell und mit voller Leistung für die Rückspülung mit 50m/h bzw. 60m/h.

Diese Pumpen werden mittels Frequenzumrichtern in der Drehzahl gesteuert und ermöglichen einen optimalen Betrieb für eine glasklare Wasseraufbereitung.


Filterkessel
Die Größe des Filterkessels ergibt sich aus der Rückspülgeschwindigkeit, welche bei Kesseln mit Sandfüllung bei ca. 60m/h (bei AFM Filtermaterial sind 50m/h ausreichend) liegen sollte.

Bsp. Sandfilterkessel:
Pumpe 12m³/h
Filterkessel Innendurchmesser: 0,5m
Filterfläche daher A= 0,196m²
Rechnet man nun das Pumpenvolumen durch die Filterfläche ergibt dies die Filterrückspülgeschwindigkeit
11,76m³/h / 0,196m² = 60 m/h
d.h. ein Kessel mit d=50cm passt zu einer Pumpe mit ca. 12m³/h Rückspülförderleistung.


Bsp. AFM Filtermaterial:


Es sollte auf keinen Fall eine wesentlich schwächere oder stärkere Pumpe im Verhältnis zum Filterkessel verwendet werden, da dies in der Regel zu Problemen bei der Wasserqualität führt. (Biofilmbildung im Filterkessel oder Durchschlagen von Schwebstoffen).

 

Filtermaterial
Als Filtermaterial wird bei Sandfiltern feuergebrannter Quarzsand in diversen Körnungen verwendet.
Es kann aber auch das spezielle Material AMF Filtermaterial verwendet werden, welches die mögliche Verkeimung des Kessel vorbeugt und somit besonders zu empfehlen ist.

 

Vorteile von AFM Filtermaterial:

  • glasklare Wasserqualität
  • keine Filterverkeimung
  • minimaler Desinfektionsmittelbedarf
  • weitgehende Reduktion von anorganischen Chloraminen (Trichloraminen)

 

Sehen Sie dazu unsere Schulungsvideos zum Thema AFM Filtermaterial:

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Rückspülventile
Das 6-Wege-Ventil ermöglicht die schnelle und einfache Veränderung der Förderrichtung des Wassers bzw. ein Rückspülen des Filterkessels. Das Ventil kann als Handbetrieb oder als Automatikventil mit Zeitsteuerung geliefert werden. Die Rückspülung des Filterkessels sollte alle 1-2 Wochen erfolgen. Die Faustformel hier ist, dass ca. 3-5% Frischwasser pro Woche dem Becken zugeführt werden sollte.

Bsp.:
Becken 8m x 4m x 1,5m
Volumen: 45m³
3% Volumen = 1,35m³
Bei einer Filterpumpenförderung von 12m³/h ist eine gute Rück- und Nachspülzeit in Summe ca. 4-5 Minuten pro Woche.

 

Kartuschenfilteranlagen
Alternativ zu Sandfiltern gibt es auch Kartuschenfilter, welche unter bestimmten Voraussetzungen vorzuziehen sind.

 

Positionierung der Technik


Technikschacht am Becken angebaut


Vorteile:

  • Kurze Verrohungswege
  • Im Erdreich versenkt ( nicht Störend )

 

Nachteile:

  • Arbeitsaufwändig ( Belüftung – Wärme u. Feuchtisolieren )
  • Schlechter über einen Schachtdeckel zu begehem

 

Keller oder Garage


Vorteile:

  • Frostsicher
  • Gut Begehbar ( Aufrecht )
  • Gerätschaften sind keiner Feuchtigkeit ausgesetzt (damit langlebiger)
  • Kleinere Baugrube

 

Nachteile:

  • oft lange Leitungen und damit höhere Kosten

 

Gartenhaus oder Carport 

 

Vorteile:

  • Gut begehbar auf Wiesenniveau
  • Gerätschaften sind keiner Feuchtigkeit ausgesetzt (damit langlebiger)

 

Nachteile:

  • zusätzliches kleines Gebäude im Garten
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